Alltag mit Baby,  Baby & Kleinkind

Hilfe, mein Baby zahnt!

Bei uns ist es auch gerade wieder so weit. Ein neuer Backenzahn macht sich auf den Weg und es ist dieses Mal eine große Herausforderung! Mein Kind hat eindeutig Schmerzen und ich leide momentan sehr mit. Jeder Zahn ist ein Meilenstein und etwas Positives, doch ich frage mich immer wieder, warum mein Baby beim Zahnen so leiden muss! Du fragst dich vielleicht, auf welche Anzeichen du beim Zahnen achten musst und wie du deinem Baby helfen kannst. Worauf musst du dich einstellen und welche Hilfsmittel kannst du anwenden, um die Schmerzen etwas zu lindern?

Erfahre in diesem Beitrag alles zum Thema Zahnen. Ich verrate dir, welche Symptome beim Zahnen auftreten und wie du dein Kind begleiten kannst.

Zahnen: Symptome auf die du dich einstellen solltest

Ob dein Baby zahnt, kannst du anhand verschiedener Symptome erkennen. Aber Achtung: Nicht jedes Baby ist gleich und nicht jeder Zahn zeigt die gleichen Anzeichen! Es kann sogar sein, dass du gar keine Veränderung bemerkst und du plötzlich einen Zahn entdeckst. 🙂

Die häufigsten Symptome beim Zahnen

Das sind die häufigsten Symptome bei zahnenden Babys:

  • Dein Kind steckt sich ständig den Finger in den Mund und kaut auf Gegenständen herum
  • Viel Speichel
  • Gerötete und geschwollene Wangen
  • Rote Flecken im Gesicht
  • Wunder Po
  • Weniger Hunger
  • Unruhiger Schlaf
  • Oft auch Fieber in dieser Zeit

Kauen, kauen, kauen…

Was mir an meinem Sohn immer als Erstes auffällt: Er kaut auf allen möglichen Dingen herum. Seine Hand, seine Stoffwindel (die gerade beim Zahnen immer und überall mit dabei sein muss!), Spielzeug und was er sonst noch in die Finger bekommt. Dies führt dann auch zum nächsten Punkt.

Viel Speichel beim Zahnen

In den meisten Fällen bemerkst du einen erhöhten Speichelfluss. Du kannst dich auch schon einmal darauf einstellen, dass du dann von der Familie oder Bekannten zu hören bekommst, dass sich da schon die ersten Zähne auf den Weg machen. In erster Linie heißt es aber, dass das Zahnfleisch sich vorbereitet und zu arbeiten beginnt. Dadurch wird die Speichelproduktion angeregt. Es kann aber schon noch eine ganze Weile dauern, bis tatsächlich ein Zahn zu sehen sein wird!

Was kannst du gegen viel Speichel tun?

Dagegen tun kannst und sollst du erst einmal nichts. Es kann zwar etwas anstrengend sein, aber viel Speichel ist vollkommen harmlos. Ich empfehle dir in dieser Zeit Halstücher zu benutzen, damit du dein Kind nicht permanent umziehen musst. Halstücher sind auch in der Anfangsphase bei Neugeborenen hilfreich, wenn sie viel spucken oder beim Trinken etwas Milch daneben geht. Daher gehören Halstücher für mich zur Erstausstattung dazu. Hier habe ich dir ein Beispiel herausgesucht: Die süßen Halstücher von Lulu moon (*) eignen sich ideal, für das Zahnen und die Kleidung deines Babys bleibt schön trocken!

Geschwollenes Zahnfleisch

Ein relativ eindeutiges Symptom ist ein geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch. In diesem Fall kann es sein, dass dein Baby schon Schmerzen hat und dementsprechend mehr Nähe braucht. Sie sind vielleicht oft quengelig und überempfindlich.

Sobald das Zahnfleisch geschwollen ist, kannst du meistens nach einiger Zeit die Zähne schon etwas durchblitzen sehen. Wenn er dann einmal durchgebrochen ist, geht auch meistens die Schwellung schon zurück.

Was tun bei geschwollenem Zahnfleisch?

Beim Zahnen ist das Zahnfleisch meist gerötet und geschwollen. Dagegen kannst du Beißringe in den Kühlschrank legen und dein Baby darauf herumkauen lassen. Wir hatten eine Zeit lang die Beißringe von Vicloon (*). Sie sind wirklich lieb gestaltet und auch zum Spielen und Greifen für Babys ideal. Ideal sind auch Gurkensticks aus dem Kühlschrank. Die hat unser Baby immer gerne genommen, denn mit Beißringen konnte er nie etwas anfangen.
Vor dem Schlafengehen verwende ich immer ein Zahngel, da es erfahrungsgemäß da immer am schlimmsten ist. Ich bevorzuge das Zahngel von Osa (*). Es ist pflanzlich, zuckerfrei und zahnschonend. Dabei scheint es meinem Sohn auch ganz gut zu schmecken.

Foto: Markus Winkler / Unsplash

Kommt das Fieber vom Zahnen?

Ein weiteres Symptom beim Zahnen ist Fieber. Das hat auch einen guten Grund: Durch Fieber werden Stoffwechselvorgänge im Körper ausgelöst und diese sorgen für das Durchbrechen der Zähne! Dabei solltest du darauf achten, dass die Körpertemperatur nicht zu hoch ansteigt. Wenn dein Baby sehr leidet und nicht schlafen kann, solltest du unbedingt Fieberzäpfchen zu Hause haben. Diese helfen bei uns immer sehr schnell und zuverlässig. Das besprichst du aber am besten mit deinem Kinderarzt!

Durchfall

Viele Babys leiden beim Zahnen ebenfalls unter Durchfall. Man glaubt daher oft, dass die Zähne Schuld daran sind. Diese Macht haben jedoch die Zähne nicht, es handelt sich dabei um einen Mythos. Man vermutet eher, dass das vermehrte Lutschen, Saugen und Kauen Schuld daran ist. Was kannst du also tun? Achte vor allem darauf, dass dein Baby genügend trinkt. Durchfall sorgt für Flüssigkeitsverlust und der muss ausgeglichen werden! Wenn der Po gerötet ist, verwende eine gute Wundschutzcreme. Sollte der Durchfall ein paar Tage anhalten, frage deinen Kinderarzt um Rat!

Ab wann zahnen Babys?

Der erste Milchzahn macht sich in der Regel zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat auf den Weg. Allerdings kann der Zahn auch schon deutlich früher zu sehen sein. Manchmal dauert es auch bis zum ersten Geburtstag. Wenn dein Baby mehr Zeit braucht, lass dich nicht verunsichern. Es ist völlig in Ordnung! Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Das betrifft das Gehen, Sprechen und auch die Zähne!

Foto: Matt Walsh / Unsplash

Welcher Zahn kommt wann?

In welcher Reihenfolge kommen die ersten Zähnchen und wann? Hier habe ich es dir zusammengefasst:

Mittlere Schneidezähne

Unteren mittlere Schneidezähne: 6 – 8 Monate

Obere mittlere Schneidezähne: 8 – 10 Monate

Seitliche Schneidezähne

Obere seitliche Schneidezähne: 9 – 12 Monate

Untere seitliche Schneidezähne: 10 – 14 Monate

Vordere Backenzähne

Vordere Backenzähne oben: 12 – 16 Monate

Vordere Backenzähne unten: 12 – 16 Monate

Eckzähne

Obere Eckzähne: 16 – 23 Monate

Untere Eckzähne: 16 – 23 Monate

Hintere Backenzähne

Hintere Backenzähne unten: 20 – 31 Monate

Hintere Backenzähne oben: 25 bis 33 Monate

Fazit

Einem Baby das Zahnen zu erleichtern, ist nicht leicht. Am liebsten würdest du es deinem Kind ganz abnehmen. Sei dir jedenfalls bewusst, dass es nachts immer am schlimmsten ist. Die Symptome beim Zahnen dürften da am stärksten sein. Fieber und Schmerzen hindern gerne beim Einschlafen und sorgen für unruhige Nächte. Was bei uns wirklich hilft: Viel Kuschelzeit und regelmäßig das Zahngel verwenden. Es ist eine harte Zeit, aber sei beruhigt: Es geht auch wieder vorbei. Mir hat es immer geholfen, zumindest zu wissen, warum es meinem Kind gerade nicht gut geht. Alles Liebe für dich und deinen Schatz!

Beitragsfoto: Colin Maynard / Unsplash

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Zuletzt aktualisiert am 8. November 2022